Welche Folgen hat es, wenn Italo in Deutschland einsteigt?
Die Bundesnetzagentur will in den kommenden Tagen über den Einstieg des italienischen Bahnunternehmens Italo in das deutsche Schienennetz entscheiden. Im Fall einer Zulassung könnte der Wettbewerb im Fernverkehr zunehmen und für Reisende zu niedrigeren Preisen und einer besseren Qualität führen.
In Italien hat Italo nach eigenen Angaben einen Marktanteil von rund 30 Prozent im Hochgeschwindigkeitsverkehr. Dort seien die Preise bei Trenitalia um 15 bis 20 Prozent gesunken, zugleich sei das Angebot auf den Schnellstrecken deutlich gewachsen. Zwischen Rom und Mailand fahre zeitweise alle zehn Minuten ein Zug.
Italo und der Verkehrsexperte Paolo Beria sehen ähnliche Effekte auch in Deutschland. Das Unternehmen will zunächst auf den Haupttrassen München Dortmund und München Hamburg einsteigen. Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft EVG hatten dagegen Bedenken geäußert, weil einzelne Orte seltener angefahren werden könnten.
