Steinmeier würdigt die Kulturarbeit des Goethe Instituts
Bundespräsident Frank Walter Steinmeier hat zum 75 jährigen Bestehen des Goethe Instituts dessen Kulturarbeit im Ausland gewürdigt und den Bundestag aufgerufen, die Arbeit weltweit zu erhalten und zu stärken. Er sagte, das Institut brauche neben einer finanziellen Grundlage auch politische Unterstützung gegen Verächter von Vielfalt und Offenheit.
Steinmeier betonte die Bedeutung der auswärtigen Kulturarbeit für Deutschlands Außenpolitik. Für Länder ohne Großmachtstatus seien neben militärischer Stärke auch Diplomatie, internationale Rechtsordnung sowie Kultur und Wissenschaft als Soft Power wichtig. Das Goethe Institut sei 1951 gegründet worden, um nach dem Zweiten Weltkrieg Vertrauen zurückzugewinnen, und arbeite heute mit einem weltweiten Netzwerk in 154 Einrichtungen in 100 Ländern.
Das Institut setzt nach eigenen Angaben auf Dialog, Zusammenarbeit und gegenseitiges Lernen. In Krisenregionen sieht es sich zunehmend als Partner der Zivilgesellschaft, während Kürzungen bei den Bundesmitteln und politische Konflikte die Arbeit erschweren.
