Statistisches Bundesamt: Krankheitskosten in Deutschland steigen weiter
Die direkten Krankheitskosten in Deutschland sind 2024 um 7,6 Prozent gestiegen und lagen erstmals über einer halben Billion Euro. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts beliefen sie sich auf 528,5 Milliarden Euro. Rechnerisch entfielen damit 6.330 Euro auf jede Einwohnerin und jeden Einwohner.
In den Angaben enthalten sind Ausgaben für medizinische Behandlungen, Pflege, Prävention und Rehabilitation, nicht jedoch indirekte Folgen wie Arbeitsausfälle. Besonders hoch waren die Kosten bei Frauen mit 6.960 Euro pro Person, bei Männern lagen sie bei 5.680 Euro. Als Grund nennt das Statistische Bundesamt vor allem die höhere Lebenserwartung von Frauen sowie Kosten im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt.
Mehr als die Hälfte der gesamten Krankheitskosten entfiel auf Menschen über 65 Jahre. Die höchsten Ausgaben verursachten Herz Kreislauf Erkrankungen mit 69,4 Milliarden Euro, gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen mit 68,7 Milliarden Euro.
