Spahn entschuldigt sich bei CDU Mitgliedern: Ich war zu feige
Jens Spahn hat sich nach seinem Rücktritt in einem Brief an CDU Mitglieder seines NRW Wahlkreises für seinen Umgang mit einer Leihmutterschaft in den USA entschuldigt. Er schrieb, er sei bei dem sensiblen Thema zu feige gewesen, offen Stellung zu beziehen, und habe mit dem Versuch, eine schwierige Debatte zu vermeiden, am Ende eine noch schwierigere ausgelöst.
Spahn bezeichnete sein Verhalten als falsch und sagte, er bedaure es zutiefst. Er verwies darauf, dass er seine politischen Ämter in Fraktion und Partei zur Verfügung gestellt habe. Zugleich räumte er ein, Vertrauen enttäuscht zu haben, weil seine früher öffentlich vertretene Haltung im Widerspruch zu seiner persönlichen Entscheidung gestanden habe.
Der CDU Politiker sagte außerdem, eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs von 2018 habe ihm rechtliche Sicherheit gegeben. Er habe es versäumt, diesen Abwägungsprozess rechtzeitig offenzulegen und seine veränderte Position zu erklären.
