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UNICEF: Klimabedingter Schulausfall betrifft jedes zehnte Kind

Wegen extremer Wetterereignisse ist im vergangenen Jahr weltweit jedes zehnte Schulkind von Unterrichtsausfall betroffen gewesen. Nach Angaben von UNICEF traf das 171 Millionen Kinder vom Vorschulalter bis zur Oberstufe. Für Mädchen bestehe dabei ein größeres Risiko, dauerhaft aus dem Bildungssystem herauszufallen.

UNICEF wertete dafür Daten aus 106 Ländern und Gebieten aus. Klimabedingte Ereignisse führten demnach dazu, dass Unterricht verkürzt wurde, nur online stattfand oder ganz ausfiel, Schulen beschädigt wurden und die Anwesenheitszahlen sanken. Stürme waren die häufigste Ursache für Schulunterbrechungen, gefolgt von Überschwemmungen und Hitzewellen.

Nach Einschätzung von UNICEF könnten Lernverluste und höhere Abbruchquoten die Wirtschaft schwächen und Armut verschärfen. Der potenzielle Verlust an Lebensarbeitseinkommen für die betroffenen Schüler liegt den Autoren zufolge bei mindestens 200 Milliarden Dollar. UNICEF fordert deshalb klimaresilientere Bildungssysteme und mehr Geld für Schutzmaßnahmen.

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