Selenskyj bietet Putin direkte Friedensgespräche an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russlands Präsident Wladimir Putin in einem offenen Brief zu direkten Friedensgesprächen aufgefordert und ein persönliches Treffen vorgeschlagen. Als mögliche Orte nannte er die Schweiz, die Türkei oder einen arabischen Staat, Kiew und Moskau schloss er aus. Selenskyj erklärte, die Ukraine sei zu einer vollständigen Waffenruhe während der Verhandlungen bereit.
Er sprach zudem von einem möglichen Gefangenenaustausch aller gegen alle sowie der Rückkehr von Zivilisten und im Krieg verschleppten Kindern. Die Mehrheit der Russen sei seiner Darstellung nach bereit für Frieden. Der Brief wurde auf der Website der ukrainischen Präsidentschaft veröffentlicht.
Der Kreml ging nicht auf den Inhalt ein. Sprecher Dmitri Peskow verwies darauf, Putin habe gesagt, Selenskyj könne nach Moskau kommen, wenn er reden wolle. Putin beharrte zugleich auf seinen Forderungen nach Kontrolle über die Gebiete Luhansk und Donezk. US Präsident Donald Trump begrüßte die Aussicht auf ein Treffen der beiden Präsidenten.
