Marktbericht: Für die Commerzbank wird es eng
Die Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank UniCredit rückt immer stärker in den Fokus der Anleger. Nach der Hauptversammlung in dieser Woche spricht vieles dafür, dass UniCredit ihren Einfluss weiter ausbauen kann. Bereits jetzt ist die Bank größter Einzelaktionär und hält 40,7 Prozent der Stimmrechte, während die Präsenz auf der Hauptversammlung bei 41,81 Prozent lag.
Sollte UniCredit ihr aktuelles Angebot erhöhen, könnte der Druck auf die Commerzbank weiter steigen. Derzeit bietet die Bank 0,485 eigene Aktien für einen Commerzbank Anteilsschein. Eine Übernahmeprämie ist dabei kaum vorgesehen, weshalb Commerzbank Chefin Bettina Orlopp zur Ablehnung rät. Falls die 30 Prozent Schwelle im laufenden Angebot bis zum 16. Juni überschritten wird, muss UniCredit ein verbindliches Angebot an alle Aktionäre vorlegen.
UniCredit will die Commerzbank nach dem Vorbild der HypoVereinsbank stärker auf Rendite ausrichten. Für die Beschäftigten könnte das laut der Darstellung erhebliche Folgen haben, bis zu 23.000 Stellen könnten wegfallen.
