Seenotretter in England Ziel rechter Anfeindungen
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Seenotretter in England Ziel rechter Anfeindungen

In England haben Hunderte Menschen gegen die Ankunft von Flüchtlingen über den Ärmelkanal protestiert. In der südenglischen Hafenstadt Portsmouth blockierten sie Straßen, um Busse mit Flüchtlingen zu stoppen. Dabei wurden Polizisten verletzt, Autos beschädigt und auch Seenotretter angefeindet.

Mitglieder der britischen Seenotrettungsorganisation RNLI wurden als Verräter beschimpft, im Internet wurden Fotos von ihnen verbreitet, verbunden mit Drohungen und Aufrufen, Namen und Adressen bekannt zu machen. Auch vor der Zentrale der Organisation in Poole versammelten sich Demonstranten. Die RNLI weist die Vorwürfe zurück, sie unterstütze illegale Migration, und verweist darauf, dass nur ein kleiner Teil ihrer Einsätze Menschen im Ärmelkanal betrifft.

Experten sprechen von einer neuen Form rechter Mobilisierung. Sie sehen hinter den Protesten gut organisierte Aktivisten aus der radikalen Rechten, unter ihnen auch bekannte Neonazis. Die Seenotretter haben nach eigenen Angaben ihre Mitarbeiter angewiesen, notfalls Geschäftsstellen und Rettungsbootsstationen zu schließen, falls sie sich nicht sicher fühlen.

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