Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nimmt zu
Wenige Tage nach einer Absichtserklärung zwischen den USA und Iran ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder gestiegen. Nach Angaben des Datenanalyseunternehmens Kpler durchquerten zwischen Freitag und Montag 131 Schiffe die Meerenge. Vor dem US Angriff auf den Iran waren es im Schnitt 100 bis 130 Schiffe pro Tag.
Trotz der Zunahme liegt der Verkehr weiter unter dem früheren Niveau. Die Verhandlungen über die künftige Kontrolle der strategisch wichtigen Wasserstraße bleiben schwierig. Streit gibt es auch über mögliche Durchfahrtsgebühren. US Präsident Donald Trump hatte angeregt, die USA könnten eigene Gebühren erheben, falls keine Einigung erzielt wird. Iran hält an seiner Forderung fest, dass Schiffe sich bei einer staatlichen Behörde registrieren.
Die Internationale Seeschifffahrts Organisation kündigte zudem die Evakuierung von 11.000 in der Golfregion gestrandeten Seeleuten durch die Straße von Hormus an. Zugleich gibt es widersprüchliche Angaben zu Atomkontrollen. Während Trump und US Vizepräsident JD Vance von weitreichenden Zusagen des Iran sprachen, erklärte der iranische Botschafter in Genf, darüber sei noch nicht entschieden.
