Sahel: Juntas lassen keinen Raum für kritische Stimmen
In Mali, Burkina Faso und Niger geraten kritische Stimmen nach Einschätzung von Menschenrechtlern und Aktivisten zunehmend unter Druck. In Mali habe sich das Klima unter Militärherrscher Assimi Goïta verschärft, freie Meinungsäußerung sei schwieriger geworden. Zugleich kontrollierten Dschihadisten weite Teile des Landes, was eine Befriedung erschwere.
Auch in Burkina Faso wird die Lage als repressiv beschrieben. Dort regiert seit dem Putsch von 2022 Hauptmann Ibrahim Traoré, der die Pressefreiheit und demokratische Rechte stark eingeschränkt habe. Die Menschenrechtsaktivistin Binta Sidibe Gascon spricht von einem öffentlichen Raum, der nicht mehr existiere. Auch die Verhaftung des Imams Mohamed Ishaq Kindo und die Suspendierung der Studentenunion UGEB sorgten für Proteste und neue Spannungen.
Kritiker sehen in den drei Staaten der Sahel Allianz ein Muster aus Einschüchterung, Repression und wachsender Angst. Dennoch gebe es weiter Widerstand, vor allem aus dem Ausland und von Exilgruppen.
