Russische Oppositionspartei kämpft gegen den Wahlausschluss
Die russische Oppositionspartei Jabloko wehrt sich vor dem Obersten Gericht in Moskau gegen einen drohenden Wahlausschluss. Vor dem Gebäude versammelten sich vor allem junge Unterstützer, im Saal verteidigte Parteichef Nikolai Rybakow die Teilnahme seiner Partei an der Wahl.
Jabloko ist unter den Parteien, die bei der russischen Parlamentswahl antreten dürfen, die einzige, die den Krieg gegen die Ukraine offen ablehnt. Die kremltreue Partei Rodina hat deshalb geklagt und wirft Jabloko unter anderem Gesetzesverstöße, westliche Unterstützung und intransparente Finanzierung vor.
Rybakow erklärte, die Klage solle den Menschen eine freie Wahl nehmen. Jabloko setze auf junge Unterstützer und auf soziale Netzwerke, in denen Anhänger mit einem grünen Apfel Emoji ihre Solidarität zeigen. Eine deutliche Kritik an der Regierung könne in Russland gefährlich sein, sagte Rybakow. Stattdessen rufe die Partei dazu auf, im Wahllokal ein Zeichen zu setzen.
