Russische Drohne trifft Atommülllager Anlage
Bei einem russischen Drohnenangriff ist nach ukrainischen Angaben ein Gebäude des zentralen Lagers für abgebrannte Brennelemente in der Zone um das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl getroffen worden. Das Gebäude für die Annahme von Behältern wurde demnach schwer beschädigt. Nach Angaben des Staatskonzerns Energoatom befand sich in dem Gebäude rund 15 Kilometer vom AKW entfernt kein abgebrannter Kernbrennstoff. Die Strahlenwerte lagen innerhalb der festgelegten Grenzwerte, ein Feuer wurde gelöscht.
Die Internationale Atomenergieagentur wurde über erhebliche Schäden an dem Gebäude informiert. Betroffen waren demnach Fassade, Fenster und Türen, auch benachbarte Gebäude wurden durch die Druckwelle beschädigt. IAEA Chef Rafael Grossi bezeichnete den Vorfall als äußerst besorgniserregend und sprach von einem Angriff auf eine Anlage, in der große Mengen an Kernmaterial gelagert werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland einen gezielten Angriff vor.
