Ringen um Sparkurs bei Autobauer Volkswagen geht weiter
Bei Volkswagen gehen die Gespräche über den Sparkurs weiter. Vertreter von IG Metall, Betriebsrat und Management beraten über eine Überprüfung des Zukunftstarifvertrags 2024 und über die neuen Sparbeschlüsse des Aufsichtsrats. Die Arbeitnehmer hatten die Gespräche Mitte September verlangt.
VW hatte vor knapp zwei Jahren zugesagt, es werde keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Werkschließungen geben. Im Gegenzug akzeptierten die Beschäftigten Kürzungen bei Boni und Zulagen, ausgesetzte Entgelterhöhungen und den Abbau von 35.000 Jobs. Nun steht zur Debatte, ob die Zusagen eingehalten werden können. Auch das Management will erläutern, weshalb die vereinbarten Einsparungen nicht mehr ausreichen.
Der Aufsichtsrat hat Anfang September einen Zukunftsplan 2030 beschlossen. Danach soll VW profitabler werden, weltweit sind 50.000 Stellenstreichungen vorgesehen. Zudem sind die Zukunft der Werke in Emden, Hannover, Zwickau und des Audi Standorts Neckarsulm offen. Parallel dazu wurden Ende September mehrere Tarifverträge gekündigt. Die IG Metall fordert zugleich mehr Geld und rechnet mit harten Verhandlungen.
