Rheinmetall erschließt sich den Weltraum
Rheinmetall hat in Neuss die Serienproduktion von Weltraum Satelliten gestartet. Gemeinsam mit dem finnischen Unternehmen ICEYE sollen dort jährlich rund 50 SAR Satelliten gefertigt werden. An dem Gemeinschaftsunternehmen hält Rheinmetall 60 Prozent.
SAR steht für Synthetic Aperture Radar. Die Technik liefert auch bei Nacht und bei schlechtem Wetter präzise Aufnahmen von Truppenbewegungen und Stellungen. Die Bundeswehr hat sich für einen Teil der neuen Satelliten einen exklusiven Zugriff gesichert. Der mehrjährige Vertrag mit Rheinmetall und ICEYE hat ein Volumen von 1,7 Milliarden Euro und eine Erweiterungsoption.
Der erste Neusser Satellit soll Anfang 2027 mit einer Trägerrakete von SpaceX in den Orbit gebracht werden. Rheinmetall Chef Armin Papperger betonte, der Produktionsanlauf zeige, dass sich Weltraumtechnologie auch industriell in Deutschland skalieren lasse.
