Psychotherapie Reform: Bundestag beschließt Korrekturen
Der Bundestag hat Korrekturen an der geplanten Psychotherapie Reform beschlossen. Ziel der Regierung ist es, über eine neue Vergütungsregel bei ambulanten Behandlungen zu sparen. Kinder, Jugendliche und Menschen mit schweren Erkrankungen bleiben von der Kürzung ausgenommen und sollen weiter voll vergütet werden.
Für alle anderen Therapieeinheiten wird die bisherige feste Honorierung gedeckelt. Ab einer bestimmten Stundenanzahl sinkt die Vergütung. Fachverbände warnen, dass sich dadurch die Versorgung verschlechtern könnte und Patienten länger auf einen Therapieplatz warten müssen. Besonders betroffen sind Therapeuten mit einem halben Kassensitz, die in der Mehrheit sind.
Nach Einschätzung von Fachleuten könnten sich Therapeuten stärker auf schwere und dringende Fälle konzentrieren. Zugleich wird befürchtet, dass gesetzlich Versicherte künftig schlechtere Chancen auf einen Therapieplatz haben. Der GKV Spitzenverband verweist darauf, dass die Ausgaben in der Psychotherapie in den vergangenen zehn Jahren gestiegen sind und die Versorgung sich dennoch nicht verbessert habe.
