Proteste, Gewalt, Ausgangssperren: Europas Jugend rebelliert
In mehreren europäischen Ländern gehen vor allem junge Menschen gegen Sparpolitik, hohe Lebenshaltungskosten und politische Entscheidungen auf die Straße. Die Proteste reichen von Frankreich über Belgien, Italien, Portugal, Spanien und Albanien bis nach Griechenland, Österreich und Serbien. In mehreren Ländern kam es dabei zu Zusammenstößen mit der Polizei, Plünderungen und Brandstiftungen.
In Frankreich weitete sich ein Lehrkräfte Streik gegen Stellenabbau und Unterfinanzierung zu landesweiten Protesten aus. Nach offiziellen Angaben waren mindestens 550.000 Menschen auf der Straße, 1800 wurden festgenommen. In Belgien richten sich die Demonstrationen gegen Sparprogramme, steigende Studiengebühren und Kürzungen im Bildungswesen. In Italien eskalierte eine Kundgebung gegen Krieg und Inflation in Mailand. In Portugal und Spanien stehen die drastisch gestiegenen Wohnkosten im Mittelpunkt, in Albanien richtet sich der Protest auch gegen ein Luxus Tourismusprojekt und die Regierung. In Griechenland, Österreich und Serbien machen Studierende und Beschäftigte ebenfalls gegen Kürzungen, Korruption und politische Verhältnisse mobil.
