Ostdeutsches Wirtschaftsforum zeigt Chancen, aber auch Risiken
Senftenberg gilt als Beispiel für einen gelungenen Strukturwandel in Ostdeutschland. Das Institut der deutschen Wirtschaft stufte die Stadt bei der Daseinsvorsorge auf Platz 164 von mehr als 10.000 Städten und Gemeinden ein, zugleich ist sie der bestplatzierte Ort in Brandenburg. Bürgermeister Andreas Pfeiffer verweist auf Angebote wie Krankenhaus, Theater, Kitas, Schulen, Radwege und eine gute Versorgung vor Ort.
Gleichzeitig zeigt sich in Teilen Ostdeutschlands Skepsis. In einer Umfrage unter 1.500 privatwirtschaftlichen Entscheidern in Ostdeutschland und Berlin bewertete rund die Hälfte die aktuelle Lage als negativ, nur 25 Prozent positiv. Kritisiert werden vor allem hohe Steuern, steigende Energiepreise und Kosten durch Inflation.
Trotz der Kritik sehen 60 Prozent der Befragten weiterhin großes wirtschaftliches Potenzial für Ostdeutschland. Das ifo Institut beziffert die Wirtschaftsleistung ostdeutscher Arbeitnehmer inzwischen auf 85 Prozent des Westniveaus, vor zehn Jahren waren es noch 78 Prozent.
