Nachts bis zu zehn Grad mehr: Städte besonders stark von Hitzewellen betroffen
Städte heizen sich bei Hitzewellen besonders stark auf, vor allem in der Nacht. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes speichern Beton, Stein und Asphalt die Wärme des Tages und geben sie nachts nur langsam wieder ab. In Städten kann es deshalb bis zu etwa zehn Grad wärmer sein als im Umland. Auch Tropennächte treten dort häufiger auf.
Fachleute verweisen auf den Wärmeinsel Effekt, der in dicht bebauten Städten durch große versiegelte Flächen und wenig Luftzirkulation verstärkt wird. Tagsüber fallen die Unterschiede zum Umland meist geringer aus, weil sich die Wärme über einen größeren Raum verteilt und Wind die Hitze besser abführt. Nachts bleibt die Luft hingegen deutlich länger warm.
Besonders belastend ist das für die Gesundheit. Der Körper kann sich in warmen Nächten schlechter erholen, Schlaf und Kreislauf leiden. Maßnahmen wie mehr Grünflächen oder bessere Dämmung können die Belastung mindern, den Effekt aber nicht aufheben.
