Nach Sturzflut im Himalaya: Mehr als 360 Tote und hunderte Vermisste
Nach der Sturzflut in der Gebirgsregion zwischen China und Nepal sind nach Angaben der nepalesischen Polizei bereits mehr als 360 Todesopfer geborgen worden. Mehr als 1300 Menschen werden weiter vermisst, darunter viele Ausländer. Auch zu acht Deutschen besteht demnach noch kein Kontakt.
Mehr als 5000 Rettungskräfte von Armee und Polizei sind im Einsatz. Viele der Toten wurden kilometerweit flussabwärts bis an die Grenze zu Indien getrieben. Die Behörden rechnen damit, dass die Opferzahl weiter steigen könnte. Die vermutlich durch einen Gletscherabbruch ausgelöste Flutwelle war am Mittwoch fast 170 Kilometer weit entlang zweier Flüsse durch Nepal gerast und hatte ganze Ortschaften mitgerissen.
Die Rettungsarbeiten werden durch Schlammmassen erschwert, Straßen sind unpassierbar und in Teilen der Region brachen die Kommunikationsverbindungen zusammen. Chinas Behörden warnen vor einer weiteren Flutwelle, da ein angestauter See oberhalb des Katastrophengebiets überzulaufen droht. Mehrere Länder sagten Nepal Hilfe zu, darunter Indien, die USA, Deutschland und die EU.
