Großbritannien genehmigt Gasförderung vor Schottland
Großbritannien hat die Gasförderung im Feld Jackdaw vor der schottischen Küste genehmigt. Bereits im kommenden Winter sollen britische Haushalte mit Gas aus dem rund 240 Kilometer vor Aberdeen gelegenen Feld versorgt werden. Nach Angaben der Regierung sichert das Projekt Hunderte Arbeitsplätze. Der Betreiber Adura geht davon aus, dass Jackdaw auf dem Höhepunkt der Förderung etwa sechs Prozent der britischen Nordsee Gasproduktion ausmachen könnte.
Die Entscheidung sorgt in der Labour Partei für Streit. Die Regierung hatte bei ihrem Amtsantritt versprochen, keine neuen Lizenzen für Öl und Gas in der Nordsee zu vergeben. Befürworter verweisen darauf, dass die Lizenzen für Jackdaw und das Ölfeld Rosebank bereits unter den konservativen Vorgängerregierungen erteilt worden waren. Gegen die Projekte lief bereits ein längerer Rechtsstreit.
Klimaaktivisten und Umweltschützer kritisierten die Genehmigung scharf. Greenpeace warf der fossilen Industrie großen Einfluss auf die Energiepolitik vor. Die Regierung hält dagegen, das Vorhaben stehe im Einklang mit den Klimazielen und der geplanten Umstellung auf erneuerbare Energien.
