Nach Ceuta: EU Asylpolitik vor neuen Herausforderungen
Nach den Ereignissen in Ceuta wächst in der EU der Druck auf Spanien. 22 Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Merz, machten Spaniens Regierungschef Sanchez für das Chaos verantwortlich. In Italien ließ Ministerpräsidentin Meloni Flugzeuge und Fähren aus Spanien kontrollieren, in Deutschland kündigte Innenminister Dobrindt verschärfte Grenzkontrollen an.
Auslöser der Spannungen war der rasche Zustrom von rund 70.000 meist jungen Marokkanern nach Ceuta. Die EU wirft Sanchez vor, mit der Legalisierung des Aufenthaltsstatus von einer Million Migranten zusätzliche Anreize für Migration nach Europa zu setzen. Das Treffen der EU Innenminister endete schließlich mit Solidaritätsbekundungen für Spanien.
Gleichzeitig bleibt die Frage nach langfristigen Antworten offen. Genannt werden etwa eine Vermittlung im Konflikt um die Westsahara, bessere Perspektiven für Jugendliche in Marokko sowie legale und kontrollierte Wege nach Europa. Mindestens 100 Menschen starben demnach beim Versuch, die Grenzanlagen in Ceuta zu überwinden.
