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Eröffnungsrede von Außenminister Johann Wadephul anlässlich der Ukraine Energiekonferenz Energy security lessons from Ukraine

Außenminister Johann Wadephul hat bei der Ukraine Energiekonferenz die Energieversorgung als Lebensader von Gesellschaft und Wirtschaft bezeichnet. Fällt sie aus, geraten demnach öffentliche Ordnung, Gesundheitsversorgung, Kommunikation, Verkehr, Finanzen und das Vertrauen in die Demokratie unter Druck. Russland greife die Energieinfrastruktur gezielt an, um psychologischen Druck auf die ukrainische Bevölkerung auszuüben. Die Ukraine leiste jedoch seit mehr als vier Jahren Widerstand, unter anderem mit rotierenden Stromabschaltungen, Notstromsystemen in Krankenhäusern, angepassten Bahnnetzen und schnellen Reparaturen an beschädigten Umspannwerken.

Wadephul betonte, Widerstandsfähigkeit entstehe durch die Anstrengungen der gesamten Gesellschaft und durch ständige Anpassung an neue Angriffe. Internationale Hilfe spiele dabei eine zentrale Rolle. Die G7 plus Energiekoordinierungsgruppe und der Ukraine Energy Support Fund hätten Notfallausrüstung, Transformatoren, Gasturbinen, Kabel und Generatoren finanziert und so Reparaturen sowie die Stabilisierung von Strom und Wärme ermöglicht.

Deutschland habe mehr als 1,2 Milliarden Euro für den Energiesektor bereitgestellt und fast ein Drittel der Beiträge zum Ukraine Energy Support Fund geleistet. Zudem verwies Wadephul auf die Deutsch Ukrainische Energiepartnerschaft und die Unterstützung des Netzbetreibers Ukrenergo. Zugleich warnte er vor hybriden Angriffen auf kritische Infrastruktur in Europa und warb für Dezentralisierung, Schutz, Cybersicherheit, Reserven und eine enge europäische Zusammenarbeit bei der Energiesicherheit.

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