Mobilfunk Messwoche: Wo es in Deutschland noch Funklöcher gibt
Die Bundesnetzagentur will mit der zweiten bundesweiten Mobilfunk Messwoche die Qualität des Mobilfunks in Deutschland erfassen. Bürgerinnen und Bürger sollen eine Woche lang mit der App Mobilfunk Check Messdaten an die Behörde senden, sofern sie Empfang haben. Ziel ist es, die aktuelle Versorgung flächendeckend zu dokumentieren und später zu verbessern.
Im vergangenen Jahr kamen nach Angaben der Bundesnetzagentur fast 200 Millionen Messpunkte zusammen, das entsprach rund 16 Prozent der Landfläche Deutschlands. Autobahnen und Bundesstraßen seien dabei fast vollständig erfasst worden, Schienenwege zu mehr als 80 Prozent. Flächen ohne schnelle Datenverbindung wie 4G und 5G wurden kleiner, ihr Anteil sank auf 1,87 Prozent. Funklöcher ohne Empfang eines Netzbetreibers betreffen demnach nur noch 0,2 Prozent des Landes.
Beispielhaft steht dafür Tiefenthal in Rheinhessen, wo es nach Angaben vor Ort keinen Mobilfunkempfang gibt. Telefonieren ist dort nur über WLAN möglich. Ein 5G Mast ist zwar geplant, die Suche nach einem Standort dauert aber noch an. Die Bundesnetzagentur rechnet bis 2030 mit einer nahezu flächendeckenden Mobilfunkversorgung.
