Migration: Schotten sich EU und Deutschland weiter ab?
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Migration: Schotten sich EU und Deutschland weiter ab?

Mit dem am 12. Juni in Kraft tretenden Gemeinsamen Europäischen Asylsystem verbinden Flucht und Migrationsexperten scharfe Kritik. Petra Bendel von der Universität Erlangen Nürnberg warnt vor einer Ausweitung haftähnlicher Unterbringung von Schutzsuchenden an den Außengrenzen. Sie kritisiert zudem sogenannte Return Hubs, in denen Menschen ohne Aussicht auf Asyl außerhalb der Europäischen Union gesammelt werden sollen. Unterhändler von Europaparlament und EU Mitgliedstaaten hatten sich am Montagabend auf eine Verordnung geeinigt, die solche Rückführungszentren ermöglicht.

Auch Migrationsforscher Franck Düvell von der Universität Osnabrück hält die Reform für schlecht gemacht. Er sieht die Gefahr von Doppelstrukturen und einen Abbau von Kinder, Frauen, Familien und Flüchtlingsrechten. Zugleich verweist er auf sinkende Asylzahlen in Deutschland. 2023 stellten 330000 Menschen erstmals Asyl, zwei Jahre später waren es 113000. Im ersten Quartal 2026 wurden rund 22000 Anträge registriert.

Weltweit sind nach Angaben des Reports mehr als 117 Millionen Menschen auf der Flucht. Krieg, Klimawandel, Dürren und Überschwemmungen treiben viele in die Flucht. Für Syrien halten die Autoren eine massenhafte Rückkehr für unrealistisch, während Deutschland laut Etzold weiter an humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit sparen müsse.

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