Merz nennt Schröders Besuch bei Putin als unmoralisch
Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Besuch von Altkanzler Gerhard Schröder bei Russlands Präsident Wladimir Putin scharf kritisiert. Regierungssprecher Steffen Meyer sagte in Berlin, Merz sei darüber zutiefst empört und halte es für geradezu unmoralisch, dass Schröder gemeinsam mit Putin dessen Geburtstag gefeiert habe.
Auch aus der Politik kam deutliche Kritik. Vertreter von CDU, Grünen, FDP und Linken bezeichneten den Besuch als schädlich, beschämend oder als Verrat an Europa. SPD Außenpolitiker Ralf Stegner verteidigte Schröder hingegen und sagte, der Altkanzler könne Türen zu Putin öffnen und gehöre zu den wenigen Menschen in Deutschland mit direktem Zugang zu ihm. SPD Chef Lars Klingbeil nannte den Besuch dagegen völlig inakzeptabel.
Nach Kreml Angaben war Schröder zunächst geschäftlich in Moskau. Putin habe ihn später als alten Freund zu sich eingeladen. Schröder pflegt seit Jahren enge Kontakte nach Russland und steht wegen seiner Arbeit für russische Energiekonzerne seit Langem in der Kritik.
