Merz in der Sommerpause: Das Schweigen des Kanzlers
Friedrich Merz hat sich Ende Juli nach seinem letzten öffentlichen Auftritt in die Sommerpause verabschiedet und seither kaum öffentlich geäußert. Offiziell befindet er sich weiter im Dienst, beobachtet nach Angaben aus dem Regierungslager aber die Lage in Deutschland, Europa und der Welt. Während andere Politiker in den vergangenen Wochen zu Hitze, Dürre, Waldbränden, einem verhinderten Drohnenanschlag und dem Streit über die abschlagsfreie Frührente Stellung bezogen, blieb der Kanzler auffallend zurückhaltend.
Im Kanzleramt setzt man auf Ruhe bis zum Herbst. Dort stehen unter anderem eine Pflege und eine Rentenreform an, die bereits für Streit sorgen. Merz überlässt die politische Auseinandersetzung bisher seinem Fraktionschef Thorsten Frei und der neuen CDU Generalsekretärin Franziska Hoppermann.
Auch aus der Opposition kommt Kritik an der Zurückhaltung des Kanzlers. Gleichzeitig verweist die Bundesregierung darauf, dass öffentliche Auftritte Probleme wie Niedrigwasser oder Klimafolgen nicht sofort lösen. Nächste Woche kommt das Bundeskabinett aus der Sommerpause zurück, im September folgen wichtige Wahlen in Sachsen Anhalt, Mecklenburg Vorpommern und Berlin.
