Vereinte Nationen warnen vor mehr Hunger in Afrika
Die Vereinten Nationen warnen vor einer weiteren Verschärfung des Hungers in Afrika. Ein neuer Bericht von fünf UN Organisationen geht davon aus, dass bis 2030 rund 60 Prozent der hungernden Menschen weltweit aus Afrika kommen werden. Für das Jahr 2024 nennt der Bericht etwa 307 Millionen chronisch unterernährte Menschen auf dem Kontinent.
Weltweit litten 2024 rund 673 Millionen Menschen unter Hunger, das entspricht 8,2 Prozent der Weltbevölkerung. Besonders stark betroffen bleibt Afrika auch beim Zugang zu gesunder Ernährung: Der Anteil der Menschen, die sich dort keine gesunde Ernährung leisten können, stieg von 64,1 Prozent im Jahr 2019 auf 66,6 Prozent im Jahr 2024. Gleichzeitig verweisen die UN auf Konflikte, extreme Wetterereignisse, Inflation und hohe Schulden vieler Staaten als zentrale Ursachen.
UN Generalsekretär Antonio Guterres warnte, Hunger schüre Instabilität und untergrabe den Frieden. Organisationen für Ernährungssicherheit fordern mehr politische Unterstützung, öffentliche Finanzierung und Investitionen, um die Ernährungssouveränität zu stärken.
