Massiver Datendiebstahl in Litauen bei heise online
In Litauen sorgt der Diebstahl von mehr als 600.000 Datensätzen aus einem staatlichen Register für Sicherheitsbedenken. Staatspräsident Gitanas Nauseda sprach nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates von einer Angelegenheit der nationalen Sicherheit und sagte, es gebe Anzeichen für einen von feindlichen Staaten organisierten Cyberangriff.
Betroffen war nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Vilnius vor allem das Immobilienregister und das Register juristischer Personen. Unbekannte nutzten demnach Zugangsdaten einer berechtigten Behörde. Der Leiter des Registerzentrums trat zurück, die Behörde reagierte mit zusätzlichen Cybersicherheitsmaßnahmen.
Nauseda kritisierte zudem, dass die Öffentlichkeit erst ein bis zwei Monate nach dem Vorfall informiert wurde. Nach seinen Angaben wurden unter anderem Namen, Personenkennziffern, Geburtsdaten und Informationen zu Immobilien entwendet. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass die Daten für Schäden oder finanzielle Verluste missbraucht wurden, das Risiko eines Betrugs bleibt aber bestehen.
