Erste Wahl nach Hamas Massaker: Netanjahu setzt auf Sicherheit statt auf Geiselfrage
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Erste Wahl nach Hamas Massaker: Netanjahu setzt auf Sicherheit statt auf Geiselfrage

In Israel steht bei der ersten Wahl nach dem Hamas Massaker vor drei Jahren vor allem die Frage der Sicherheit im Mittelpunkt. Benjamin Netanjahu setzt im Wahlkampf auf seine Linie als Garant für Israels Schutz und rückt die Geiselfrage in den Hintergrund. Zugleich werfen ihm viele Israelis vor, für den Tod von 87 Geiseln mitverantwortlich zu sein.

Der 7. Oktober 2023 prägt die politische Stimmung im Land bis heute. Die Geiselfamilien drängten lange auf ein Abkommen mit der Hamas, erst 2025 kamen die letzten lebenden Verschleppten frei. Viele Bürger verlangen eine Untersuchungskommission zu den Versäumnissen vor dem Angriff, die Regierung lehnt das ab. Netanjahu verweist dagegen auf seine Sicherheitsbilanz und auf die geschwächte Hamas, Hisbollah und den Iran.

Umfragen sehen sein Lager weiter ohne eigene Mehrheit. Auch Oppositionsführer Gadi Eisenkot kommt demnach nicht auf die nötigen Sitze. Die großen Streitpunkte bleiben Justizreform, Wehrpflicht und die Amtszeit des Premiers, während Fragen wie eine Zweistaatenlösung im Wahlkampf kaum eine Rolle spielen.

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