Loyalitätskonflikt im Fokus: Hauptermittlerin hält Aussagen der Block Kinder für glaubhaft
Im Prozess um die mutmaßliche Entführung der Kinder von Christina Block hat die Hauptermittlerin die Aussagen der Kinder bei der Polizei als glaubhaft bezeichnet. Vor dem Landgericht Hamburg sagte die 44 Jahre alte Beamtin, es habe glaubhaft gewirkt, was die Kinder erzählt hätten.
Der Verteidigung ging es unter anderem um die Frage, ob die Kinder bei ihren Vernehmungen in einem Loyalitätskonflikt gewesen sein könnten oder möglicherweise von ihrem Vater beeinflusst wurden. Die Ermittlerin sagte, das sei bei Kinderzeugen immer so. Sie habe die Kinder nicht danach gefragt, ob sie nach der Rückkehr nach Dänemark beeinflusst worden seien, weil das enormen Druck auf sie ausüben würde. Außerdem habe sie Vater und neuer Ehefrau mitgeteilt, den Kindern keine Lichtbilder aus den Akten zu zeigen.
Am Verhandlungstag gab es zudem Streit über die Aussagegenehmigung der Ermittlerin. Die Verteidigung wollte, dass sie auch zu parallelen Verfahren aussagen darf. Die Kammer lehnte eine Erweiterung der Genehmigung erneut ab. Christina Block wird vorgeworfen, eine israelische Sicherheitsfirma mit der Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder beauftragt zu haben. Sie bestreitet die Vorwürfe.
