Hitzewelle: Warum sich die Politik mit dem Hitzeschutz schwertut
|

Hitzewelle: Warum sich die Politik mit dem Hitzeschutz schwertut

Seit Tagen herrscht in Europa extreme Hitze. Während Frankreichs Regierung mit zahlreichen Maßnahmen reagiert hat, setzt Deutschland beim Hitzeschutz vor allem auf die Zuständigkeit der Kommunen. Einheitliche nationale Pläne gibt es hier nicht, obwohl Europa besonders stark von der Erderwärmung betroffen ist.

Nach Einschätzung von Martin Herrmann von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit ist die Bevölkerung zwar inzwischen stärker für die Gefahren von Hitze sensibilisiert. Viele Schulen seien aber noch immer nicht ausreichend auf hohe Temperaturen vorbereitet. Auch zahlreiche Städte und Gemeinden hätten bereits Hitzeaktionspläne, Trinkbrunnen und weitere Maßnahmen eingeführt, doch diese blieben freiwillig.

Der Deutsche Städtetag fordert deshalb, Klimaschutz und Klimaanpassung zur Pflichtaufgabe zu machen. Mehr als 150 Organisationen aus Gesundheitswesen, Pflege, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft verlangen zudem, Hitzeschutz stärker in Krisenvorsorge und Katastrophenschutz einzubinden. Sie fordern klare Zuständigkeiten, besseren Schutz von Risikogruppen und mehr finanzielle Unterstützung für Gesundheits und Pflegeeinrichtungen.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert