Klingbeil kritisiert die Präsenz des russischen Finanzministers bei G20 Treffen
Beim G20 Finanzministertreffen im US Bundesstaat North Carolina hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil die Präsenz seines russischen Amtskollegen Anton Siluanow kritisiert. Siluanow war erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wieder persönlich bei einem solchen Treffen dabei, eingeladen von den USA als derzeitiger G20 Vorsitz.
Die europäischen G20 Staaten reagierten verärgert und verzichteten auf ein gemeinsames Gruppenfoto mit der russischen Delegation. Klingbeil sprach in Asheville von einem Versuch der Normalisierung durch den Gastgeber USA und sagte, es gebe dafür angesichts des Krieges keinen Grund. In den Sitzungen habe er dem russischen Finanzminister direkt gesagt, dass die russische Regierung den Krieg beenden müsse, und die weitere Unterstützung für die Ukraine betont.
Für Kritik sorgte zudem der Umgang der USA mit der Presse. Mehrere Journalisten erhielten keinen Zugang zum Tagungsort, darunter auch Reporter der Nachrichtenagentur Bloomberg und der New York Times. Klingbeil bezeichnete den Ausschluss von Journalisten als nicht akzeptabel.
