Waldbrände in Europa: Warum wüten die Feuer diesmal so heftig?
In Frankreich, Spanien und Portugal kämpfen Einsatzkräfte derzeit gegen mehrere schwere Waldbrände. Besonders betroffen sind im Südwesten Frankreichs die Präfektur Gironde sowie in Spanien die Provinz Ávila und die Regionen Madrid und Toledo. In Frankreich hat das Feuer nahe Bordeaux bereits etwa 42.000 Hektar zerstört, in Spanien sind knapp 80.000 Hektar Wald und Buschland verwüstet worden. Auch in Portugal brennen Flächen in mehreren Landesteilen.
Als Gründe für die heftige Ausbreitung gelten ein feuchter Winter mit starkem Pflanzenwachstum und anschließende Hitzewellen, die Gräser, Sträucher und Unterholz austrockneten. Dadurch könne sich Feuer sehr schnell ausbreiten, sobald es einen Auslöser gibt. In Frankreich trat zudem erstmals eine sogenannte Feuerwolke auf, ein Pyrocumulonimbus, der eigene Winde und Wetter bildet.
Studien warnen, dass der Klimawandel die Waldbrandgefahr auch in Mitteleuropa erhöhen dürfte. Fachleute sehen außerdem Probleme in der unzureichenden Pflege vieler Wälder und in aufgegebenen landwirtschaftlichen Flächen, auf denen sich brennbares Material ansammelt.
