Kanzler Merz und sein schwieriges erstes Jahr
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Kanzler Merz und sein schwieriges erstes Jahr

Friedrich Merz zieht nach seinem ersten Jahr als Bundeskanzler eine schwierige Bilanz. Die Koalition aus CDU, CSU und SPD steht unter Druck, im eigenen Lager wächst der Unmut über Kompromisse. Auch Merz selbst verzeichnet in der Bevölkerung schwache Zustimmungswerte.

Zu Beginn seiner Kanzlerschaft setzte er einen ungewöhnlichen Startpunkt: Bei seiner Wahl am 6. Mai 2025 erreichte er im Bundestag zunächst nicht die absolute Mehrheit und wurde erst im zweiten Wahlgang gewählt. Später kündigte er einen Herbst der Reformen an, konkrete Veränderungen bei Rente, Gesundheit, Pflege und Bürokratieabbau blieben jedoch aus.

Stattdessen brachte die Koalition ein Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität über 500 Milliarden Euro auf den Weg. Zugleich verschärften sich die Spannungen zwischen Finanzminister Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Auch das Verhältnis zu US Präsident Donald Trump belastet Merz nach deutlicher Kritik am amerikanischen Vorgehen im Iran Krieg. Im Europakurs wirbt er weiter für Geschlossenheit.

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