Iran: Sechs Monate Krieg ohne Ende in Sicht
Sechs Monate nach Beginn des US israelischen Luftbombardements auf Iran ist der Konflikt weiter ungelöst. Der regimenahe Kolumnist Nadar Karimi wertet es als Erfolg, dass die benachbarten Golfstaaten erkannt hätten, dass Iran nicht leicht ausgeschaltet werden könne. Zugleich betont er, dass die USA gemeinsam mit Israel Iran nicht zerstören konnten.
Der Politologe Karabekir Akkoyunlu sagt, politisch habe es einen Regimewechsel gegeben, allerdings in die andere Richtung als von Washington oder möglicherweise Israel gewollt. An die Macht sei eine noch extremere Hardliner Gruppe gekommen. Nach seiner Einschätzung ist auch die Unterstützung iranischer Verbündeter in der Region nicht geschwächt worden.
Irans Vergeltungsangriffe richteten sich gegen US Militärbasen in der Golfregion und gegen Israel, später auch gegen mehrere arabische Staaten. Diese hielten sich jedoch zurück. Als Druckmittel gilt weiter die Straße von Hormus, über die ein großer Teil des Öls aus dem Golf transportiert wird. Regional suchen Staaten neue Allianzen, während Experten ohne eine umfassende Einigung und einen verlässlichen Kurs der USA weiterhin Instabilität erwarten.
