BND und Verfassungsschutz: Die Spione sorgen sich um ihre Sicherheit
Bei den deutschen Nachrichtendiensten häufen sich Verdachtsfälle möglicher Ausspähung. Beim Bundesnachrichtendienst und beim Bundesamt für Verfassungsschutz wächst die Sorge, selbst ins Visier russischer Geheimdienste zu geraten. Beide Behörden haben ihre Sicherheitsvorkehrungen deshalb verschärft.
Beim BND sorgten im vergangenen Frühjahr mehrere ausländische Männer für Misstrauen, die sich nach einem Krankenhaus erkundigt haben sollen und sich im Eingangsbereich der Zentrale in Berlin Mitte aufhielten. Nach Einschätzung von Sicherheitskreisen könnte der Vorfall dazu beigetragen haben, die interne Bedrohungsstufe anzuheben. Seit Anfang des Jahres patrouilliert dort mit Maschinenpistolen bewaffnetes Wachpersonal.
Auch bei BfV und BND nehmen die Hinweise auf mögliche Ausspähversuche zu. Genannt werden Drohnenüberflüge, verdächtige Autos, beobachtete Verfolgungen von Mitarbeitern und Versuche, Sicherheitsreaktionen auszutesten. Der Verfassungsschutz spricht von einem besonderen Ausforschungsinteresse russischer Nachrichtendienste. Zugleich arbeiten die Behörden an weiterem Schutz, auch mit Blick auf Sabotage und hybride Angriffe.
