Power Dressing: Giorgia Meloni und die Sprache der Mode
Giorgia Meloni nutzt ihre Kleidung als politisches Signal. Die italienische Ministerpräsidentin trug zu Beginn ihrer Amtszeit oft dunkle Anzüge und Stiefel, später wechselte sie zu helleren Farben, weit geschnittenen Hosen und pastelligen Tönen. Beobachter deuten das als Ausdruck ihres Wegs von der Außenseiterin zur Vertreterin des Establishments.
Modeexpertin Michela Bonafoni sieht darin eine bewusste Botschaft. Kleidung könne ohne Worte vermitteln, was jemand ausdrücken wolle. Meloni setze Mode demnach gezielt ein, um mal Autorität, mal Nähe und Vertrautheit auszustrahlen. Auch bei öffentlichen Auftritten in Jeans und beigem Blazer sei eine klare Inszenierung erkennbar.
Der Text ordnet Melonis Stil dem Konzept des Power Dressing zu, das in den 1970er Jahren entstand. Als weitere Beispiele für politische Kleidung werden Angela Merkel, Margaret Thatcher, Claudia Sheinbaum und Wolodymyr Selenskyj genannt. Kleidung könne in der Politik Macht, Beständigkeit, Solidarität oder eine anti elitäre Botschaft vermitteln.
