Hinrichtungen im Iran: Geflüchtet, zurückgekehrt, zum Tode verurteilt
Der in Iran inhaftierte Ali Zarei muss nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mit der Hinrichtung rechnen. Anfang September schickte er aus dem Gefängnis Ghezel Hesar eine Sprachnachricht, in der er um Unterstützung durch Menschenrechtsorganisationen und die Vereinten Nationen bat. HRANA berichtete später, Zarei sei in Einzelhaft verlegt worden.
Zarei hatte 2022 bei den Protesten gegen die iranische Führung ein Auge verloren, war später nach Deutschland geflohen und 2025 nach München gekommen. Dort erhielt er medizinische Behandlung und wurde nach Angaben eines Arztes dringend weiterbehandelt. In Deutschland trat er auch bei Protesten gegen das iranische Regime auf und unterstützte Reza Pahlavi.
Im Frühjahr 2026 kehrte Zarei nach Iran zurück und wurde nach Angaben von HRANA festgenommen. Ein Teheraner Revolutionsgericht verurteilte ihn unter anderem wegen Verderbens auf Erden zum Tode. Amnesty International forderte die iranischen Behörden auf, die Hinrichtung zu stoppen und das Urteil aufzuheben.
