Herkunft, Macht und indigene Stimmen: Chemnitz holt die Welt ins Theater
Chemnitz richtet bis zum 5. Juli das Festival Theater der Welt aus und wird damit zum Treffpunkt internationaler Bühnenkunst. Rund 500 Künstlerinnen und Künstler zeigen mehr als 250 Veranstaltungen, darunter Schauspiel, Figurentheater, Konzerte und begehbare Installationen. Insgesamt stehen 33 Stücke auf dem Programm.
Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Macht, Sichtbarkeit, Herkunft und Identität. Auffällig oft rücken indigene Perspektiven in den Fokus. Zur Eröffnung zeigt die kanadische Künstlerin Tanya Tagaq die Produktion Split Tooth: Saputjiji, die sich mit indigener Identität, historischem Unrecht und Selbstermächtigung befasst.
Das Festival wird von einem Intendantenteam getragen, die Auswahl der Stücke trafen neun internationale Kuratorinnen und Kuratoren. Nach Angaben der Verantwortlichen soll das Programm unterschiedliche künstlerische Handschriften zeigen und neue Theaterformen ausprobieren. Neben der internationalen Ausrichtung soll das Festival auch Impulse für Chemnitz setzen, das zugleich über die Zukunft seines Schauspielhauses diskutiert.
