Gräben in der Migrationspolitik: Wegen Ceuta kritisieren 22 EU Länder Spanien, das wehrt sich
Wegen der Lage in Ceuta haben 22 EU Länder Spanien in einem gemeinsamen Schreiben kritisiert und eine unverzügliche, koordinierte europäische Antwort gefordert. Zuvor waren Zehntausende Migranten aus Marokko in die spanische Exklave gelangt, mindestens 67 Menschen kamen dabei ums Leben. Nach Angaben der spanischen Regierung sind inzwischen fast alle wieder nach Marokko zurückgekehrt, in Ceuta kehre allmählich Normalität ein.
Spanien warf mehreren EU Staaten eine egoistische und rechtswidrige Reaktion vor und verlangte eine Sondersitzung der EU Innenminister. Auch der Streit über den Umgang mit irregulärer Migration verschärfte sich. In dem Schreiben wird Spanien indirekt vorgehalten, mit jüngsten Entscheidungen falsche Signale gesendet zu haben. Unterzeichnet wurde der Brief auch von Bundeskanzler Friedrich Merz.
EU Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Vorstoß und sprach von einem nötigen Prozess zur Stärkung der europäischen Widerstandsfähigkeit. Italien führte für zunächst einen Monat wieder Kontrollen im Flug und Schiffsverkehr mit Spanien ein.
