Fünf Tote in Solingen 1993: Verurteilter Rechtsextremist beantragt Wiederaufnahme des Mordprozesses
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Fünf Tote in Solingen 1993: Verurteilter Rechtsextremist beantragt Wiederaufnahme des Mordprozesses

33 Jahre nach dem rechtsextremen Brandanschlag von Solingen mit fünf Toten strebt einer der Verurteilten eine Wiederaufnahme des Verfahrens an. Eine Sprecherin des Düsseldorfer Oberlandesgerichts bestätigte den Eingang des Gesuchs. Das Gericht will den Antrag prüfen und hat bereits die Bundesanwaltschaft um Stellungnahme gebeten.

Der Anschlag auf die Familie Genç ereignete sich am 29. Mai 1993. Dabei starben zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte des Ehepaars Genç. 17 Familienmitglieder überlebten zum Teil schwer verletzt. Vier junge Rechtsextremisten wurden 1995 wegen fünffachen Mordes verurteilt. Der damals minderjährige Felix K. will nun seine Unschuld geltend machen.

Sein Anwalt verweist auf falsche Geständnisse und will neue Beweise vorlegen, darunter zwei Urkunden, eine Zeugenerklärung und ein Sachverständigengutachten. Damit solle belegt werden, dass mindestens drei der Verurteilten unschuldig gewesen seien.

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