Gericht in Tschechien: Neonazi Liebich soll ausgeliefert werden
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Gericht in Tschechien: Neonazi Liebich soll ausgeliefert werden

Die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich soll von Tschechien nach Deutschland ausgeliefert werden. Das Landgericht im tschechischen Pilsen ordnete die Auslieferung an und begründete dies damit, dass Liebich in Deutschland keine negativen Folgen drohten, insbesondere wegen ihres Geschlechts.

Liebich hatte vor Gericht erklärt, nicht nach Deutschland gebracht werden zu wollen. Sie verwies auf die Sorge, in einem deutschen Männergefängnis ums Leben zu kommen. Gegen die Entscheidung kann sie noch mehrere Tage lang Beschwerde einlegen, die Auslieferung ist damit noch nicht rechtskräftig.

Liebich war im Juli 2023 vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Vor dem Haftantritt tauchte sie unter und wurde nach einer europaweiten Fahndung Anfang April in Tschechien festgenommen. Sollte sie ausgeliefert werden, soll sie in die Justizvollzugsanstalt nach Chemnitz gebracht werden.

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