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Freihandel mit Mercosur: Erst EU, jetzt China?

US Strafzölle und Chinas wachsender Einfluss in Südamerika treiben die Überlegungen für ein Freihandelsabkommen zwischen dem Mercosur und China voran. Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und Chinas Staatschef Xi Jinping sprachen Ende Juli über eine Beschleunigung der Verhandlungen. Auch Uruguay unterstützt den Vorstoß.

Ein Beginn offizieller Gespräche setzt jedoch die Zustimmung aller Mercosur Staaten voraus. Neben Brasilien, Uruguay und Bolivien gehören dazu Argentinien und Paraguay, die einem Abkommen mit China bisher zurückhaltend gegenüberstehen. Die Wirtschaftsverflechtung zwischen Brasilien und China nimmt zugleich zu, während der Handel mit den USA zurückgeht. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Warenfluss mit China um 15,9 Prozent, der bilaterale Handel mit den USA sank um 12,8 Prozent.

Fachleute sehen in dem Vorhaben vor allem ein politisches Signal an Washington. Zugleich warnen sie vor Risiken für Produktion und Beschäftigung, falls chinesische Waren den Markt stärker prägen. Die Pläne werden auch durch Chinas Investitionen in Lateinamerika gestützt, etwa durch den Hafen Chancay in Peru und weitere Infrastrukturvorhaben.

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