915 Träume von Freiheit getötet: Wie der Mauerbau bis heute nachwirkt
Am 13. August 1961 begann die DDR, die Ost West Grenze in Berlin mit einer Mauer abzuriegeln. Die Sperranlagen sollten die Fluchtbewegung stoppen, nachdem bis zu vier Millionen Menschen die DDR verlassen hatten. Allein vom 1. bis 13. August 1961 gingen 47 000 Ostdeutsche über die Sektorenübergänge in den Westen.
Die Mauer wurde zum Symbol der Teilung und prägte das Leben vieler Menschen über Jahrzehnte. Auch nach dem Ende der DDR wirken die Folgen nach. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser verweist auf Unterschiede bei Einkommen, Renten, Arbeitslosigkeit und gesellschaftlichen Strukturen zwischen Ost und West. Nach Angaben der Stiftung Berliner Mauer kosteten alle Fluchtversuche aus der DDR 915 Menschen das Leben, allein in Berlin werden 140 Todesfälle durch das Grenzregime aufgeführt.
Bis heute gibt es auch unterschiedliche Sichtweisen auf die DDR. Eine Forsa Umfrage unter Berlinerinnen und Berlinern zeigt, dass Menschen aus dem Osten die DDR deutlich seltener als Diktatur bezeichnen als Befragte aus dem Westen. SED Opferbeauftragte Evelyn Zupke und die Direktorin der Stiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur, Anna Kaminsky, warnen vor politischer Verklärung der DDR.
