EZB Analyse: Euro gewinnt weltweit an Bedeutung
Die Europäische Zentralbank sieht den Euro international auf dem Vormarsch. Nach Angaben der Notenbank hat sich die globale Rolle der Gemeinschaftswährung 2025 moderat verbessert und ihre Position als zweitwichtigste Währung der Welt gefestigt. Der Anteil des Euro an mehreren Indikatoren wie Kapitalzuflüssen, Reserven und internationalem Zahlungsverkehr stieg demnach auf rund 20 Prozent.
Besonders am Kapitalmarkt legte der Euro zu. Ausländische Schuldner nahmen mehr Geld in Euro auf, die Ausgabe internationaler Schulden in Euro erreichte 2025 den höchsten Stand seit Einführung der Gemeinschaftswährung und lag rund 30 Prozent über dem Wert von 2024. Erstmals war der Euro zudem die führende Währung im Markt für grüne und nachhaltige Anleihen.
Bei den Devisenreserven blieb der Euro jedoch nahezu unverändert bei knapp 20 Prozent. EZB Präsidentin Christine Lagarde verweist darauf, dass der Euroraum größere und liquidere Kapitalmärkte brauche. Mehr Handel über den Euro könnte Europa unabhängiger von Wechselkursschwankungen machen und besser vor Sanktionen schützen.
