Unterseekabel als Sicherheitslücke am Meeresgrund
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Unterseekabel als Sicherheitslücke am Meeresgrund

Unterseekabel gelten als zentrale Lebensadern der digitalen Kommunikation, zugleich aber als verwundbare Infrastruktur am Meeresgrund. Mehr als 95 Prozent des weltweiten Internet und Datenverkehrs laufen über Glasfaserkabel auf dem Meeresboden. Schäden durch Schiffsanker, Fischernetze oder Sabotage kommen immer wieder vor, weltweit im Schnitt alle zwei Tage.

Australiens Verteidigungsminister Richard Marles warnte auf der Sicherheitskonferenz Shangri La in Singapur vor einer wachsenden Bedrohung. Er verwies auf Angriffe auf Unterseekabel in der Ostsee, in der Straße von Taiwan und vor Vietnams Küste. Dort waren 2023 alle fünf internationalen Unterseekabel nahezu gleichzeitig beschädigt, was zu langsamerem Internet und monatelangen Reparaturen führte.

17 Staaten wollen kritische Unterwasserinfrastruktur nun besser schützen. Deutschland ist bisher nicht dabei, könnte sich aber einen späteren Beitritt vorstellen. Die Teilnehmer wollen sich frühzeitig warnen, Experten austauschen und ihre Reaktionsfähigkeit bei Zwischenfällen verbessern.

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