Hacker kapern Trading Zugänge über japanischen Windows Cloud Dienst
Angreifer haben den japanischen Dienst Onamae Desktop Cloud als Zugang zu fremden Tradingkonten missbraucht. Sie schleusten Schadsoftware in Windows Server von Kunden ein und stahlen dort gespeicherte Anmeldedaten. Anschließend führten sie unautorisierte Aufträge über Konten bei mehr als 70 Wertpapier und Devisenanbietern aus.
Nach Angaben des Unternehmens könnten bis zu 26739 Server betroffen sein. GMO stoppte am 20. Oktober Neubuchungen und das Kontrollzentrum und fuhr ab dem 21. Oktober sämtliche Tarife herunter. Die betroffenen Server wurden vom Netzwerk getrennt. Zudem schaltete das Unternehmen eine externe Sicherheitsfirma, die Polizei und japanische Behörden ein.
GMO will Kunden auf eine getrennte Cloud Plattform umziehen lassen und diese sechs Monate kostenlos anbieten. Jeder aktuelle Kunde soll außerdem rund 28 Euro erhalten. Bestätigte Verluste durch fremde Trades will das Unternehmen ersetzen.
