Erstmals Sindbis Virus in Deutschland durch Stechmücken übertragen
Erstmals ist in Deutschland eine Infektion mit dem Sindbis Virus nachgewiesen worden. Nach Angaben des Robert Koch Instituts erkrankte bereits im Juli ein 60 jähriger Mann aus Baden Württemberg, die Diagnose wurde im September durch eine Laboranalyse bestätigt. Zunächst war bei ihm eine Chikungunya Infektion vermutet worden, entsprechende Tests fielen jedoch negativ aus.
Das Virus wird von Stechmücken übertragen und gilt in Deutschland als autochthon erworben, weil der Betroffene nicht außerhalb Baden Württembergs gereist war. Menschen sind Fehlwirte und spielen für die Weiterverbreitung des Virus praktisch keine Rolle. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht beschrieben.
Typisch für eine Infektion sind Fieber, Hautausschlag und teils ausgeprägte Gelenkbeschwerden. Das RKI rät Ärzten, während der Mückensaison bei solchen Symptomen auch an Sindbis zu denken und entsprechende Tests einzuleiten.
