Erben: Warum mehr Chancengerechtigkeit nötig ist
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Erben: Warum mehr Chancengerechtigkeit nötig ist

In Deutschland ist Vermögen sehr ungleich verteilt. Besonders deutlich zeigt sich das bei Erbschaften und Schenkungen: Im Osten werden nur fünf Prozent des zu versteuernden Erbes und der Schenkungen weitergegeben, im Westen sind es 95 Prozent. Genannt werden 142,5 Milliarden Euro im Westen und acht Milliarden Euro im Osten.

Vermögen schafft nach dieser Darstellung nicht nur Besitz, sondern auch Sicherheit und Chancen. Wer über Immobilien, Geld oder anderes Vermögen verfügt, kann ein Studium, eine Firmengründung oder schwierige Lebensphasen leichter bewältigen. Auch mit Blick auf Arbeitslosigkeit und Ruhestand gilt finanzielle Absicherung als wichtig.

Zugleich hat die ungleiche Verteilung politische Folgen. Wer sich benachteiligt fühlt und Abstiegsängste hat, gilt als anfälliger für populistische Botschaften. Große Erbschaften und Kursgewinne werden zudem deutlich geringer besteuert als Arbeit. Als Gegenmodell wird ein staatliches Grunderbe genannt, das junge Menschen erhalten könnte.

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