Das einstimmige Krötenschlucken: Die Vorschläge der Rentenkommission
Die Rentenkommission der Bundesregierung hat 33 Empfehlungen vorgelegt, die nach dem Willen der Beteiligten als Gesamtpaket umgesetzt werden sollen. Dazu gehört, dass die Altersgrenze nach der Rente mit 67 auch über 2031 hinaus weiter steigt, wenn auch moderat und gekoppelt an die Lebenserwartung. Die Rente mit 63 soll abgeschafft, der Rentenanstieg langfristig gebremst und Minijobbern künftig Rentenbeiträge abverlangt werden, außer Schülerinnen und Schülern.
Auch Abgeordnete, Selbständige, Vorstände von Aktiengesellschaften und Beamte sollen nach dem Vorschlag in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Vorgesehen ist zudem ein Modell nach schwedischem Vorbild mit zwei Prozent zusätzlichem Rentenbeitrag, der am Kapitalmarkt angelegt wird. Kritik an den Plänen kam bereits von Gewerkschaften, Arbeitgebern und der Opposition. Die Rentenreform soll nach der Sommerpause im Bundestag behandelt werden und Anfang 2027 in Kraft treten.
